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Iranischer Regisseur Farhadi sagt Oscar-Teilnahme ab

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Farhadi begründet seine Entscheidung mit dem von US-Präsident, Donald Trump, unterzeichneten Dekret, nach dem die Visa-Vergabe an Bürger aus sieben mehrheitlich muslimischen Ländern, darunter aus dem Iran, untersagt wird.

In einer Erklärung, die die «New York Times» am Sonntagabend veröffentlichte, schrieb Farhadi : «Engstirnige Individuen nutzen das Einflößen von Angst häufig dazu, Extremismus und fanatisches Verhalten zu rechtfertigen».

"Die Erniedrigung der Völker unter dem Vorwand der "Herstellung von Sicherheit" ist kein neues Phänomen in der Welt und führt immer zur  Spaltung und Feindschaft. Mit der Absage will ich mein Entsetzen über  eine ungerechte auferlegte Entscheidung äußern, die dazu führt, die Einreise  meiner Landleute sowie der Bürger aus sechs weiteren muslimischen Ländern in die USA zu verhindern. Ich hoffe, dass diese Entscheidung des amerikanischen Präsidenten  die Völker nicht weiter spaltet, hieß es in der Erklärung weiter. Sein Film «The Salesman» ist dieses Jahr in der Kategorie besten ausländischen Films für  Oscar nominiert. 

Die Hauptdarstellerin in "The Salesman" Taraneh Alidoosti teilte auf Twitter mit, dass sie ebenfalls  an der Oscar-Verleihung nicht teilnehmen werde. 

Die 89. Oscars-Verleihung  findet am 26. Februar 2017  statt. Das Drama von Asghar Farhadi eroberte bei den 69. Filmfestspielen in Cannes den Preis für das beste Drehbuch und den besten Darsteller. 


18:18 - 30/01/2017    /    Nummer : 670997    /    Anzahl Zahl : 52







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